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Eine Rezension von E. Henze aus Göttingen:
David Safier - Mieses Karma
Ein fantastisches Buch für alle, die den Humor haben, die Wiedergeburt und ihre Tücken als kurzweiliges Thema zuzulassen. Jedenfalls habe ich einen herrlichen Sonntagnachmittag damit verbracht, die Welt aus Sicht diverser Ameisen, Meerschweinchen und weiterer Tiere sowie am Ende auch eines Menschen zu betrachten. Immer mit dem Ziel, die eigene Familie nicht aus den Augen zu verlieren und für sich wiederzugewinnen, auch wenn es stets den eigenen Tod zur Folge hat. Nicht zuletzt gewürzt durch die Anmerkungen des Casanova ist die Lektüre des Büchleins ein freudiger Genuss und der Plot ist einmalig fesselnd und tiefgründig, gilt es doch immer auf der Spur nach "gutem Karma" zu sein, zu bleiben auch auf die Gefahr hin welche zu verlieren.
Kindler Verlag, ISBN 978-3-463-40508-7, gebunden, 288 Seiten, 16,95 €

Eine Rezension von E. Henze aus Göttingen:
Kerstin Gier - Für jede Lösung ein Problem
Herzlichen Glückwunsch Frau Gier, das Buch ist Ihnen mehr als gelungen..... muss man auch erst einmal drauf kommen, sich das Leben nehmen zu wollen und auf jeden Fall vorher noch mit allen Freunden und Verwandten schriftlich abzurechnen - im positiven wie im negativen Sinne. Wenn dann allerdings der Selbstmord schiefläuft, kann man sich schon ein wenig vorstellen zu welchen Verwicklungen das führt. Der Roman ist kurzweilig zu lesen und enthält alle Phasen der Trauer (aus Sicht der Betroffenen nach schriftlicher Abrechnung), Freundschaften (die übrig bleiben, wenn man schriftlich abgerechnet hat) und Schmunzeleinheiten.
Lübbe Verlag, ISBN 978-3-8387-0069-4, Taschenbuch, 7,95 €

Sabrina (raeuberbande.sabrina@...):
Birgit Vanderbeke - Das Muschelessen
Von erwachsenen Lesern gelobt, von Schülern gehasst... Ich selbst habe dieses Buch im Unterricht gelesen und kann den positiven Kritiken überhaupt nicht zustimmen. Das Buch ist in Sätzen geschrieben, die bis zu 3 Seiten reichen. Auch Abätze und Kapitel fehlen völlig.
Der Inhalt ist sehr interessant, doch die Art der Darstellung leider misslungen... schade...
Weitere Meinungen zu diesem Buch:
J. Boguslawski (j.boguslawski@freenet.de):
Ein Buch, das man automatisch an einem Stück liest und dies nicht nur der Orthographie wegen, sondern auch des Inhalts, der sich neben der knapp erzählten Handlung auf die Gedanken der Tochter fokussiert und somit durch Rückblicke in die Vergangenheit dem Leser das sonderbare Bild des Vaters, des sogenannten "Patriarchen" vermittelt. Psychologisch raffiniert gestaltet, auf jeden Fall empfehlenswert zu lesen.
Irena (flieder89@arcor.de):
Sehr spannend und zugleich einfühlsam geschrieben; bietet einen guten Einblick in das gekünstelte Familienleben und regt zum Nachdenken an.
Jana Linnik (Niemand-@gmx.de):
Welch Überraschung dass unsere Lehrerin uns dieses Buch in der Oberstufe aufgehalst hat... (bezieht sich auf die Rezension davor) Es ist interessant ein Buch in diesem Schreibstil zu lesen, denn es ist auf seine Weise sehr Ausdrucksstark und vermittelt sehr gut die Atmosphäre, in der die Handlung spielt. Doch manchmal geht es wirklich auf die Nerven, was meiner Meinung nach auch Absicht der Autorin ist. Doch heutzutage ist es nicht mehr so aktuell und in unserer Klasse wurde es auch als veraltete 68-er Literatur bezeichnet. Momentan prägen andere Probleme die heutige Gesellschaft, zum Beispiel, dass es immer weniger Familien gibt. Ich halte das Buch für keine Priorität, doch es bietet eine gute Grundlage für Diskussionen und ist als leichtlesbare Kost recht amüsant.
Jörg Gastmann - Die Geldlawine
Roland Kahl (roland.kahl@t-online.de) empfiehlt:
Liebe(r) Leser(in) dieser Rezension,
um es vorneweg zu sagen - dieses Buch unterscheidet sich wohltuend und bemerkenswert von allen anderen wirtschaftsbezogenen Büchern, die ich bisher gelesen habe, denn es beschränkt sich nicht auf eine fundierte Kapitalismuskritik (kritisieren alleine ist relativ leicht), sondern es zeigt vor allem (!) einen konkreten und machbaren Weg auf, die sogenannte "Krise" (die in Wirklichkeit ein fundamentales Systemversagen des derzeitigen Kapitalismuskonzeptes ist) zu lösen.
Wahr ist: Marktwirtschaft ist (fast) so alt wie die Menschheit selbst und sie dient ursprünglich der menschlichen Bedürfnisbefriedigung - am Anfang allen Wirtschaftens steht das Bedürfnis.
Wahr ist jedoch auch, daß gegenwärtig nur wenige, bestenfalls eine Minderheit, von den Segnungen des Kapitalismus profitieren (von denen wiederum nur sehr wenige extrem stark profitieren). Unwiderlegbar hat die industrielle Revolution des 19. und 20. Jahrhunderts das Leben von ca. 20% der Weltbevölkerung verbessert, hauptsächlich in Europa, Nordamerika und einigen, wenigen Ländern Asiens.
Auf anderer Ebene hat die IT-Revolution der letzten 30 bis 35 Jahre ähnliches bewirkt. Das Leben von ca. 20% der Bevölkerung in den Industriestaaten verbesserte sich (in Einzelfällen sogar drastisch), während andere ihre Arbeit verlieren, verarmen (z. B. durch "Hartz IV"), und gesellschaftlich desintegriert werden. Die Folgen sind auch in Deutschland unübersehbar: Vereinsamung, Frustration, Zunahme psychisch bedingter Erkrankungen, Desozialisierung, Verrohung, Hoffnungslosigkeit, Depression und unkanalisierter, sprachloser Haß sowie zunehmende Kriminalität bauen sich als gesellschaftsgefährdendes Potential auf.
Selbst jenen, denen man so gerne (und hochnäsig) "Bildungsferne" attestiert, dämmert, daß in unserem System "etwas" nicht stimmt - das Leben härter und vor allem sozial kälter wird - eine Folge des auf das äusserste gescheiterten "neoliberalen" Experiments, das auf dem gefährlichen Irrglauben basiert, eine auf Verknappung aufgebaute, "angebotsorientierte" Wirtschaft würde durch "unsichtbare Kräfte des Marktes" wie eine Art Perpetuum Mobile von selbst laufen und sich verstärken.
Diese Ideologie ist - wie man in den Jahrzehnten seit Pinochet-Chile, Thatcher-Großbritannien und vielen anderen Staaten als Erfahrungswert verbuchen kann - an die Wand gefahren. Lediglich künstlich am Leben erhalten durch immer höhere Verschuldung der Staaten, Casino-Börsen, Anlegerbetrug und falschen Versprechungen, die die Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft in frivoler Weise für die Gegenwart jener verkaufen, denen Kapitalrenditen von 25% immer noch nicht genug sind.
Neben dieser ideologischen Falle gibt es einen mindestens genauso wirkmächtigen Faktor, der die Gesellschaft schwerwiegend beeinflusst: Die Folgen der Rationalisierung und Automatisierung sind unübersehbar - immer weniger Menschen produzieren und leisten immer mehr und immer mehr Menschen verlieren ihre Stellungen bzw. können und dürfen nur noch Arbeiten ausüben, die weder den Mann, noch die Frau und schon gar nicht die Familie ernähren können.
Selbst die von der Regierung höchstselbst geschönten Statistiken können die bedrückenden Fakten nicht verleugnen.
Genau hier, an diesem Punkt - bei den Ursachen grundlegend falscher ordnungspolitischer und fiskalischer Rahmengestaltung setzt der Autor Jörg Gastmann an - mit einem wegweisenden Konzept das so einfach wie genial ist: Dem Bandbreitenmodell.
Der Autor erkennt an, daß Marktwirtschaft einer der wirkmächtigsten Mechanismen des menschlichen Zusammenlebens ist, denn ausnahmslos jeder will von seinem Tun in irgendeiner Weise existieren, Bedürfnisse befriedigen und somit profitieren können. Die Frage, die sich nicht nur für die wachsende Zahl jener stellt - wie man mit immer weniger Arbeit das Auskommen aller sichert - ist von allen gängigen wirtschaftlichen Strömungen nur mangelhaft bis ungenügend beantwortet worden.
Das Bandbreitenmodell ist meiner Meinung nach das einzige Konzept, das unternehmerisches Gewinnstreben mit Beschäftigungsmaximierung verknüpft und Einkommen, egal ob selb- oder unselbständig, verschont und die Staatseinnahmen über eine klug differenzierte, für jeden geltende Umsatzsteuer sicherstellt. Und zwar so, daß es keine Verlierer gibt. Bestechend.
Das Bandbreitenmodell kanalisiert die marktwirtschaftlichen (Trieb-)Kräfte aufgrund seiner Architektur für alle Teilnehmer am Wirtschaftsleben - egal ob Unternehmer oder Beschäftigter - auf ein höchst konstruktives Ergebnis: Stärkung der (Massen-) Kaufkraft und für Unternehmer ein kaufkräftiger, mächtiger Binnenmarkt mit einfachen Regeln und nur wenigen Hindernissen.
Die Marktwirtschaft als solches wird also nicht angetastet, aber sie wird durch das Bandbreitenmodell sowohl leistungsfähiger, nützlicher, zielgerichteter, sozialer und durch die zu erwartende (sofern das Bandbreitenmodell "installiert" wird) Verbesserung von Einkommen, Kaufkraft und Absatzmöglichkeiten bei weitestgehender Chancengleichheit für Unternehmer das einzige dauerhaft tragfähige wirtschaftliche Konzept, das notfalls auch ohne ständiges Wirtschaftswachstum bestehen kann. Das Bandbreitenmodell schafft und erhält Kaufkraft, führt zu stärkerer Nachfrage aufgrund steigender Realeinkommen im Bereich der breiten Masse. Wer keine Arbeit hat, wird durch ein im Buch "Die Geldlawine" fundiert erklärtes Grundeinkommen ohne bedingungslosen Arbeitszwang und dem heute zwangsläufigen sozialen Abstieg durch Hartz IV abgesichert.
Natürlich wird mancher fragen, wie so etwas finanziert werden kann - die im Buch genannten Zahlen sind im übrigen zumeist aus den Daten des Statistischen Bundesamtes aufwändig recherchiert (welchen Zahlen soll man glauben, wenn nicht diesen?) und daher als glaubwürdig zu erachten.
Diese Zahlen belegen eindeutig: Das Bandbreitenmodell ist machbar. Und es ist finanzierbar.
Der Mechanismus ist einfach: Alle Steuern entfallen - bis auf eine, für jeden geltende Umsatzsteuer, die in einer gewissen Bandbreite in unterschiedlich hohen Sätzen anfällt. Und diese verschieden hohen Steuersätze können nur durch einen Faktor beeinflusst werden - durch den Beschäftigungsgrad in den einzelnen Unternehmen.
Platt ausgedrückt: Das einzige was Unternehmen von den Umsatzsteuern auf ihre Produkte und Leistungen absetzen können, sind adäquat bezahlte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Was in der Konsequenz zu mehr Beschäftigten führen wird.
Das Bandbreitenmodell schafft den Anreiz, daß Firmen zum Zweck des Steuernsparens gerne auch ein paar Menschen mehr einstellen als sie wirklich unbedingt brauchen.
Was zwei große Nutzen beinhaltet: Zum einen wird die Volkswirtschaft gestärkt, zum anderen findet der Unternehmer einen gepflegten Absatzmarkt vor, der ihm eine echte Chance bietet seine Produkte zu verkaufen.
Bei einem Umsatz aller Branchen im Inland von ca. 5,2 Billionen Euro (2007) würde das Bandbreitenmodell (ohne den einzelnen wesentlich zu belasten) zu Steuereinnahmen in Höhe von ca. 1,5 Billionen Euro führen - Einnahmen, von denen ausnahmslos ALLE staatlichen Leistungen an die Bürger finanziert werden könnten. Darüberhinaus könnte das drückende Staatsdefizit innerhalb weniger Jahre abgebaut werden.
Mein Fazit:
Für so manchen Verfechter des Status Quo mag dieses Buch eine ungeheuerliche Provokation sein, weil es wohlbegründet das tiefe Versagen des gegenwärtigen Systems seit den frühen 80er Jahren offenbart. Und welcher neoliberale Ideologe - aber auch so viele von Fach- und Sachverstand befreite Politiker bzw. Politiker - ja, wer lässt sich schon gerne beweisbar attestieren, daß er fundamental versagt hat? Und manche von ihnen haben als vorauseilend gehorsame Erfüllungsgehilfen diverser Lobbyisten sogar wider besseres Wissen versagt....
Ganz klar ist: Sobald dieses Buch in einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert wird, werden gerade die Verfechter des sogenannten Neoliberalismus und des heutigen Status Quo heftig reagieren, denn es entzieht diesen Ideologen ihre Macht.
Was aus meiner Sicht wünschenswert und notwendig ist.
Für jene (...und wie ich nach Lektüre des Buches hoffe, möglichst zahlreiche Menschen!), deren Denken offen und in positiver und konstruktiver Weise zielorientiert ist, ist dieses Buch eine Offenbarung.
Für den, dessen gesunder Menschenverstand und Realitätssinn Hand in Hand gehen, ist dieses Buch die logische Konsequenz, um Wirtschaft, Gesellschaft, deren Zukunftsmöglichkeiten und ihre Sicherung zu Ende zu denken.
Für angehende oder bereits fertig ausgebildete Ökonomen, Volks- und Betriebswirte bzw. Vertreter ähnlicher Fachrichtungen ist dieses Buch meines Erachtens Pflicht! Man muß auch Alternativen denken und nicht nur Probleme bis ins Kleinste analysieren können.
Politikern sollte das Buch unters Kopfkissen gelegt werden - mit der Maßgabe täglich eine Stunde darin zu lesen. Für manche möglicherweise eine neue Erfahrung.
Aus meiner Sicht ist das Buch "Die Geldlawine" eines der wichtigsten Bücher der Gegenwart.
Es ist mein wertvollstes Buch.
selectiv-verlag.de, ISBN 978-3-000182-79-2, gebunden, 207 Seiten, 14,90 €
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Ulf Nilsson / Eva Eriksson - Die besten Beerdigungen der Welt
Rezensentin: Angelika Wiedmaier
Dieses Buch ist völlig anders als andere Kinderbücher! Das erfrischend Originelle und Unkonventionelle liegt in der Thematik. Um es vorwegzunehmen: Beerdigt werden keine Menschen! Ester und ihrem kleinen Freund ist es langweilig. Da entdecken die beiden eine tote Hummel und beschließen, dass sie ordentlich beerdigt werden muss. Die tatkräftige Ester übernimmt das Graben mit dem Spaten, während der kleine, poetisch veranlagte Junge immer die „richtigen“ tröstenden Worte beim Beerdigungsritual findet:
Der Tod kommt plötzlich um viertel nach vier. Warum? Warum? Sag es mir.
„Du schreibst echt saugute Gedichte!“, meint Ester anerkennend und unser kleiner Poet, der sonst von ihr nie ganz ernst genommen wird, steigt in ihrer Achtung. (Der erwachsene Leser kann nur mit Müh und Not ein Lachen unterdrücken.) Zusammen mit Esters kleinem Bruder Putte gründen sie eine Beerdigungen-AG und finden zahlreiche Kreaturen, die begraben werden müssen: tote Vögel, Igel, Mäuse, Heringe und sogar einen Hasen. In einen alten Koffer werden die benötigten Kartons und Holzkreuze gepackt, um die Zeremonien professionell durchführen zu können. Als in der Nachbarschaft ein Hamster stirbt, können die drei die Aufgaben eines echten Bestattungsunternehmens übernehmen. So wird der Tod doch auf eine spielerische Art verarbeitet, indem übliche Rituale aus der Erwachsenenwelt imitiert werden. Ester resümiert: „Alles, was lebt, muss sterben. Das ist blöd und traurig und alle weinen.“ Verblüffend simpel ist Esters Aussage, und genauso selbstverständlich geht das Leben weiter.
Hervorragend sind die Aquarell-Illustrationen von Eva Eriksson, die die Stimmungen der Handlungsträger überzeugend porträtieren, ihren Eifer, ihre Trauer, ihre Ernsthaftigkeit. In den minimalistisch skizzierten Mienen und Körperhaltungen ist alles abzulesen, was emotional in den Figuren vorgeht. Fazit: Text, Illustration und Thematik ergeben eine gelungene Gesamtkonzeption, die dem sensiblen Thema Tod durch seine leichte und humoristische Sichtweise den Schrecken nimmt. Der erwachsene Leser erinnert sich schmunzelnd an eigene Kindheitserlebnisse; dem jungen Leser dagegen wird beispielhaft vor Augen geführt, wie man durch Trauerrituale mit dem Tod umgehen und ihn – wenn schon nicht verstehen – so doch verkraften kann. Dass unsere jungen Helden alles super verkraftet haben, beweist die Tatsache, dass sie am nächsten Tag etwas ganz anderes spielen.
Ab 7 Jahre
Moritz Verlag, ISBN 978-3-89565-174-8, gebunden, 40 Seiten, 12,80 €

Angelika Wiedmaier (angelika.wiedmaier@web.de) empfiehlt:
Ochs & Ganter -Grafik-Kochbuch. Ein Lehrbuch über die Gefahren des Grafik-Designs (mit ausgewählten Knast-Rezepten)
Auch bei den Grafikern geht mal was daneben. Dass das aber kein Weltuntergang sein muss, beweist das erfolgreiche Duo Ochs & Ganter in diesem kleinen Satire-Büchlein. Hier wird alles Mögliche auf die Schippe genommen, vor allem aber die abgefahrenen Ideen des Grafikers Uli Ganter selbst. Ideen, die irgendwie keine Chance auf Verwirklichung hatten … Ich habe oft Tränen gelacht, viel geschmunzelt. Noch nach Tagen fragt man sich, wieso man eigentlich ständig vor sich hin grinst … Irgendwie einleuchtend, dass man für Fahrradzubehör nicht mit dem Slogan „Ein Ständer hat noch keinem geschadet“ werben kann. Der Grafiker hat das natürlich auch geahnt, aber trotzdem gemacht (Altersstarrsinn?). Wieso fällt dem Grafiker für eine Seniorenwohnanlage mit dem Namen ‚Quo vadis’(wohin gehst Du?) einfach nichts Gescheites ein? Wieso hat die Crêperie im hintersten bretonischen Finistère (Finis Terrae, Ende der Welt) den Namen ‚Chez Fin’ nicht haben wollen? Der Humor ist bei Ochs & Ganter auf allen Ebenen präsent, in den glänzend geschriebenen Textpassagen, in den lustigen Illustrationen, im Rezeptteil, aber er kommt bisweilen leise daher. Oft sind es die kleinen süffisanten Randbemerkungen, Wortkreationen und Reflexionen, die eigentlich witzig sind, so heißen zum Beispiel Crêpes mit Früchten nicht wirklich Kräppfruit, im Rehlachs-Rezept kommt leider gar kein Reh vor (oder haben Sie wirklich geglaubt, es gäbe einen Rehlachs?), oder der Autor meint, man solle beim Backen halt nach der Jörg-Ratgeb-Methode verfahren (die keiner kennt). Aber der Leser bekommt immerhin den gut gemeinten Rat, beim Maiskolbenessen – falls Autofahrer dabei sind – bitte das Thema Kolbenfresser zu vermeiden. Unvergessen bleibt die Honorarfrage (Betonung auf rar) in Bad Wildbad. So viel ist gewiss: jede Seite ein Lacher! Das Schöne ist, manch subtile Anspielung entdeckt man erst auf den zweiten Blick. Ich schlage vor, dieses Buch zu genießen wie eine gute Flasche Saint-Émilion Grand Cru.
Ganter-Verlag, ISBN 3-933929-00-8, 85 Seiten, 12,90 €
Derzeit nicht lieferbar!
Martin Krauss (martin.krauss@t-online.de) aus Lauterbach empfiehlt:
Monika Sophia Winterstein - Das C11-Phänomen
... weil es ein sehr spannender und substanzieller Roman ist, der (was selten ist) naturwissenschaftliche Weltanschauung mit Fragen des Selbstfindung, Reinkarnation etc. pp. gekonnt zusammen bringt, ohne zu fachsimpeln, und quasi nebenbei noch eine spannende Story hat - ja gut, im Nebeneffekt auch noch eine Liebesgeschichte, die aber unaufdringlich daher kommt - und am Schluss bietet das Buch eine faustdicke Überraschung.
Elf Uhr Verlag, ISBN 3-936628-12-2, Taschenbuch, 352 Seiten, 15,00 €
Derzeit nicht lieferbar!
Angelika Wiedmaier (angelika.wiedmaier@web.de) empfiehlt:
Peter Mayle - Die Melonen des Monsieur Dumas
... und andere Höhepunkte der Provence
Wer die Provence liebt, wird dieses Buch lieben! In kurzen alphabetisch angeordneten Episoden gibt uns der Autor im Plauderton Auskunft über alles, was die Provence betrifft, seien es die Märkte, der Mistral, der Lavendel, die bories, die Marseiller Seife, das Olivenöl – oder die Melonen aus Cavaillon.
Auch wer die anderen Bücher von Mayle bereits kennt (Mein Jahr in der Provence, Hotel Pastis oder Ein guter Jahrgang) wird begeistert sein. Denn Mayle weiß immer wieder kleine Geschichten zu erzählen, die man noch nicht gehört hat, wie zum Beispiel les petites inconnues, das sind die kleinen Überraschungen in einem mas, einem provenzalischen Natursteinhaus. Wenn Mayle etwas ganz genau wissen will, fragt er einfach Monsieur Farigoule, der stets im Café vor Ort anzutreffen ist und auf (fast) alles eine plausible Antwort hat. So sind kleine, informative Häppchen entstanden, die diesen Landstrich zwischen Nyons, Nîmes und Sisteron beschreiben, mal von der kulinarischen, mal von der klimatischen oder einer anderen Seite. Die kleinen Illustrationen ergänzen den Text optimal. Man möchte sofort seinen Koffer packen und hinfahren …
Karl Blessing Verlag, ISBN 978-3-89667-340-4, gebunden, 416 Seiten, 17,95 €

Eine Rezension von E. Henze aus Göttingen:
Frank Schätzing - Tod und Teufel
Grundsätzlich zieht sich ein spannend angelegter Faden durch diesen Historien trächtigen Roman. Jedoch in nicht wenigen Situationen neigte ich dazu, mir ein Ende der sicher glänzend recherchierten Geschichtsmonologe herbeizuwünschen. Entschädigung fand ich in der Geschichte des Romans selbst, wo Kampfszenen, Morde und deren Vorbereitung schlicht bis zum längsten Grad des Erträglichen spannend erzählt wurden. Resumee: Wer etwas über die Kölner Stadtgeschichte, Stammbäume von Päpsten / Erzbischöfen dieser Zeit erfahren möchte, sollte ihn unbedingt lesen. Ansonsten habe ich schon durchgehend fesselndere Historienromane gelesen.
Goldmann Verlag, ISBN 978-3-442-45531-7, Taschenbuch, 512 Seiten, 8,90 €

Bettina Buske (bebu94@yahoo.de) empfiehlt:
Gottfried Johannes Müller - Einbruch ins verschlossene Kurdistan
Dieses Buch ist der Reisebericht eines Mannes, der 1935 im Alter von 21 Jahren mit dem Fahrrad seine erste Orientreise angetreten hatte. Geschwend war der Ausgangspunkt, Jerusalem das Ziel. Er besuchte Kairo, Jerusalem, Bethlehem, Bagdad und gelangte in das verschlossene Gebiet Kurdistan, wo er die wahren Kurden kennen und lieben lernte. Das solch ein Unterfangen ein großes Abenteuer ist, kann man sich schon vorstellen, wenn man davon hört, aber es zu lesen - und dabei die vielen Fotos zu betrachten, mit denen das Buch illustriert wurde - beteiligt den Leser hautnah an den Abenteuern des Autors.
Dr. Ronald Henss Verlag, ISBN 3-939937-00-2, Taschenbuch, 161 Seiten, 12,60 €

Andreas Müller aus München (alpen-andy@mailbird.de) empfiehlt:
Holger Ucher - Das Haus am Elmpter Stadtrand
Weil es eine schaurig schöne Geschichte ist!!!
Eine bis zum Ende spannende, gruselige und unvorhersehbare Story mit vielen Wendungen. Gerade glaubt man den Ausgang zu wissen, da wird man eines Besseren belehrt - großartig.
Inhalt der Geschichte: Ein altes verlassenes Bauernhaus am Elmpter Stadtrand, ein mysteriöser Nebel, Geräusche in der Nacht, eine Leiche in der Badewanne und und und - schaurig schöne Zutaten für eine gelungene Horror-Story. Die Geschichte handelt von Volker und Betty Ullmann die von Düsseldorf nach Elmpt ziehen und in die Fänge eines bösen alten Gemäuers landen.
Telescope Verlag, ISBN 978-3-9811296-4-9, Taschenbuch, 102 Seiten, 7,00 €

Angelika Wiedmaier (angelika.wiedmaier@web.de) empfiehlt:
Sören Olsson / Anders Jacobsson - Niklas und sein schusseliger Papa
Der schusselige Papa von Niklas ist ein wahrer Pechvogel. Egal, was er tut oder anfasst, es geht gründlich daneben: ob er zum Elternabend geht (und dabei die Wandtafel herunterreißt) oder in den Supermarkt geht, ob er Pizza bestellt oder etwas kocht, das ungenießbar ist, ob er etwas repariert oder Auto fährt – alles endet in der Katastrophe. Zu allem Unglück kommt in den Ferien noch seine Schwester Renate mit den vier Kindern zu Besuch. Seine Schwester kann alles besser, das bringt den Papa von Niklas noch mehr in Stress. Aber seit Papa vom Dach gefallen ist und mit einem Gipsbein im Bett liegt, hat er seine Grenzen erkannt. Er sieht ein, dass er nicht immer alles besser können muss. Droht Papa jetzt zu einem erbärmlicher Faulpelz zu werden, der keinen Finger rührt? Nicht ganz …
Warum ich das Buch empfehle: weil es die Kinder ganz besonders freut, wenn dem Schussel-Papa wieder mal was daneben geht ...
Fischer Taschenbuch Verlag, ISBN 978-3-596-80681-2, Taschenbuch, 160 Seiten, 5,95 €

Eine Rezension von Peter Sterzinger aus Wien (pest@aon.at):
Frank Schätzing - Tod und Teufel
Soeben habe ich F. Schätzings „Tod und Teufel“ gelesen. Ein in Grenzen spannendes, allerdings reichlich „flapsig“ geschriebenes Buch. Das Deutsch dieses Textes erscheint streckenweise eher umgangssprachlich. Dass aber der Erfolgsautor tatsächlich eine Gewichtsangabe auf dem mittelalterlichen Markt in „Kilo“ angibt, ist eine Unachtsamkeit, die man ausbessern sollte, sofern das opus eine weitere Auflage trägt.
Goldmann Verlag, ISBN 978-3-442-45531-7, Taschenbuch, 512 Seiten, 8,90 €

Kai Wisinger (kaiwisinger@yahoo.de) empfiehlt:
Rüdiger Götte - Richtig investieren mit Zertifikaten und Hebelprodukten
Meiner Ansicht nach ist es dem Autor Dr. Rüdiger Götte gelungen ein gut strukturiertes und leicht verständliche Aufbereitung des Themas Zertifikate und Hebelprodukte vorzulegen.
Im ersten Abschnitt des Buches führt dem Leser in die Welt der Zertifikate und Hebelprodukte ein. Dies Kapitel ist eindeutig für Anfänger in dieser Materie geschrieben, weil es von Anfang (z.B. was ist die Laufzeit von Zertifikaten?) bis zum Ende (Risikokennziffer, Future und Moneymanagement) alles enthält. Sodass es je nach Kenntnisstand des Lesers von langweilig bis interessant ist.
Daraufhin schließt das Herz des Buches an, nämlich das Kompendium der Zertifikate und Hebelprodukte. In diesem Bereich werden die Grundlagen, Vorzüge sowie Funktionsweise von mehr als 50 verschiedenen Zertifikaten und Hebelprodukten beschrieben. Damit man nicht den Überblick verliert, ordnet der Autor sie nach dem Risiko in vier Gruppen. Innerhalb der Gruppe geht der Autor von den risikoärmsten hin zu den risikoreichsten Zertifikaten und Hebelprodukten vor. Weiterhin beschreibt er sehr ausführlich die Haupttypen der Zertifikate und Hebelprodukte. Mit abnehmender Wichtigkeit der Zertifikatetypen beschreibt der Autor sie immer kürzer bzw. kompakter. Hier hätte ich mir manchmal doch etwas mehr Informationen zu den Spezialtypen gewünscht.. Außerdem stellt er auch, wo es sinnvoll ist, Alternativen zu den Zertifikaten vor, z.B. stellt er ETF’s als alternativ zu Indexzertifikaten vor.
Abschließen tut das Buch mit einem Kapitel zum Thema strategischer Einsatz von Zertifikaten und Hebelprodukten. Damit der Leser auch ein Gefühl für das Handling mit Zertifikaten und Hebelprodukten bekommt, zeigt der Autor anhand von vielen Beispielen den Einsatz dieser Anlageprodukte. Zudem zeigt er auch in kurzer und knapper Form, wie man ein Depot mit Zertifikaten und Hebelprodukten sinnvoll aufbaut. Auch hier hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Informationen bzw. Beispiele gewünscht.
Trotz der angesprochenen Mängel war ich rundum zu frieden mit dem Buch, weil es alle meine Fragen zu diesem Thema beantwortete. Es machte mich quasi vom Anfänger zum Fortgeschrittenen. Sodass ich meinen Bankberater bei der Auswahl der Zertifikate und Hebelprodukte nicht mehr völlig ausgeliefert war. Teilweise hatte ich sogar, dass Gefühl jetzt mehr Wissen zu haben. Heute nutze ich das Buch vornämlich als Nachschlagewerk. Aus diesen Gründen, kann ich dieses Buch weiter empfehlen.

Eine Rezension von E. Henze aus Göttingen:
Hans Peter Kerkeling, Angelo Colagrossi, Angelina Maccarone - Ein Mann, ein Fjord Sprecher: Hape Kerkeling
Ein Mann ein Fjord ist eine gelungene, urkomische Gemeinschaftsarbeit mit einem gewissen Hang zur Realität von Angelo Colagrossi, Hans Peter Kerkeling und Angelina Maccarone. Das Hörbuch hält, was im Klappentext versprochen wird . Vorzüglich in der Badewanne zu genießen - wie empfohlen - mutiert es schnell "zum Spielfilm für die Ohren". Genau diese Definition hatte mich zum Kauf bewogen und ich wurde nicht enttäuscht. Wichtige Voraussetzung beim Hören ist allerdings, dass der geneigte Hörer sich auf mehr oder weniger starken Tobak einlassen kann und zum Lachen bereit ist. Hape besticht wieder einmal mehr durch sein Talent, Alltagssituationen und deren komisches Geschick in Worte zu packen und eine grandiose "hörschauspielerische Leistung" zu erbringen. Immerhin schlüpft er in nicht weniger als ungefähr 12 Charaktere und den eines bellenden Schlittenhundes. Der Plot von Angelo Colagrossi kann sich mit jedem "visuellen Spielfilm" messen lassen. Ich freue mich schon jetzt auf die Verfilmung.
Achtung: Es darf / muss gelacht werden.
tacheles!, ISBN 9783938781470, 2 CDs, ca. 140 Minuten Laufzeit, 19,90 €

Eine Rezension von “Tineundpu@aol.com”:
Petros Markaris - Der Großaktionär. Ein Fall für Kostas Charitos
Die Kriminalromane von Petros Markaris um den Athener Kommissar Kostas Charitos bieten allesamt höchsten Lesegenuss. Sie zeigen einen einfachen, aber aufrechten Menschen und seine Familie, der sich mitten in einem korrupten System seine eigene Form von Wahrheit und Gerechtigkeit erhält, obwohl er in der Tiefe seines Herzens ein konservativer Kleinbürger geblieben ist, aber einer von der sympathischen Sorte.
Im neuen Fall ist seine Familie direkt betroffen. Seine Tochter Katerina, von der wir in den anderen Büchern immer mal wieder gelesen haben, vor allen Dingen, daß sie mit einem Mann zusammen ist, den Kostas nicht so richtig akzeptieren kann, im Gegensatz zu seiner Frau, hat mit einer brillanten Prüfung, in der sie unter anderem auch über terroristische Straftaten referierte, ihren Doktortitel als Juristin mit Bravour erhalten. Während Kostas inständig hofft, dass sie, so wie er, in den Polizeidienst geht, legt sie sich noch nicht fest und liebäugelt mit einer wissenschaftlichen Karriere an der Universität. Doch bevor hier eine endgültige Entscheidung gefällt ist, werden sie und ihr Mann Opfer eines terroristischen Anschlags. Die Fähre, mit der sie in den Urlaub fahren wollten, wird entführt und Katerina als Tochter eines "Bullen" als spezielle Geisel gehalten.
Kostas Charitos mischt sich zum Leidwesen seines Vorgesetzten in die Ermittlungen ein. Wie immer hilft ihm dabei ein Blick in sein geliebtes Lexikon, den Dimitrakos, wo er zunächst einmal die Definition von "Terror" nachschlägt. Es ist nicht nur diese, aus den früheren Büchern schon bekannte Marotte des Kommissars und die liebevoll-zänkischen Auseinandersetzungen mit seiner nicht minder kleinbürgerlichen Frau, sondern auch die Art und Weise, wie der Autor griechische Geschichte und Gegenwart zusammenführt in einem scharfen und doch witzigen und etwas ironisierenden Stil, die das Buch so lesenswert und amüsant machen. In diesem neuen Roman um Kostas Charitos erfahren seine treuen Fans auch etwas mehr von seiner Vergangenheit, als er noch unter der Militärjunta als junger Polizist anfing. Manches Mal, wenn ihm etwa angesichts schlimmer Verbrechen mehr oder weniger die Hände gebunden sind, sehnt er sich im Stillen nach den Möglichkeiten der Folter zurück, die sie damals hatten, doch gleich ruft er sich als guter Demokrat wieder zur Räson. Seine alte, seltsame Freundschaft zu Thodoris hilft ihm dabei. Thodoris ist ein mittlerweile steinalter Kommunist, den der junge Kostas in den Kerkern der Junta kennen lernte und mit dem er in bisher jedem Fall spricht, weil der mit seinen alten Beziehungen immer etwas beitragen kann zur Auflösung des Falles. So auch dieses Mal.
"Der Großaktionär" ist ein spannender, historisch und aktuell politisch aufschlussreicher Kriminalroman mit dem unverwechselbaren Stil eines griechischen Schriftstellers, der wohl auch in seiner Heimat nur als Unikum bezeichnet werden kann. Hoffentlich schenkt er uns noch einige seiner Kostas Charitos Romane.
Diogenes Verlag, ISBN 978-3-257-06574-9, gebundene Ausgabe, 478 Seiten, 21,90 €
E. Henze aus Göttingen empfiehlt:
Hape Kerkeling - Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg
Mein zweites Hörbucherlebnis hätte sich nicht erfüllender präsentieren können.
Schon bei den ersten Tagebucheintragungen war ich mehr als froh, quasi begeistert, dass ich die französischen und spanischen Ortsangaben nicht lesen musste, sondern sie in der wohlklingenden Hape-Stimme hören konnte. Dies machte unvermittelt Lust auf mehr und vor allem auf das Pilgern. Später erst sollte ich dann feststellen, dass ich doch auch gern Namen wie "Rouoku Oku" (meine Lautschrift) geschrieben gesehen hätte. Zu jeder Zeit seiner Pilgerreise gelingt es Hape den Hörer durch Schmunzeln, Ärger, Resignation oder Hoffnung in seiner Stimme mit am Camino teilhaben zu lassen, ihn abzuholen und mit dem Ergebnis des Tages wieder ankommen zu lassen. Man erlebt die Gefühlswelt des Pilgers und seiner immer wieder wechselnden Wegbegleiter, um nicht zuletzt eine eigene Beziehung aufzubauen. Oft gerät man selbst ins Nachdenken, was da gerade mit dem Pilger geschieht, denn wie sich am Ende herausstellt, haben alle ähnlich intensive Erlebnisse nachzuweisen, wie Hape und trotzdem bleibt es der individuelle Weg eines jeden einzelnen Wanderers.
Warnung: Das Hören beim Auto fahren könnte ungeahnte Konsequenzen haben. Ich entpuppte mich zeit- und streckenweise auf dem Weg zur Arbeit als "na nennen wir es schmunzelndes Verkehrshinderniss".
Bewertung: "Muss man gehört haben!"
Eichborn, ISBN 9783938781371, 6 CDs, gekürzte Lesung, 24,90 €
Sonya Kraus (sonya_kraus@yahoo.de) empfiehlt:
Rüdiger Götte - Hedgefonds: Die Millionenformel? Grundlagen, Einsatz und Strategien Das 1x1 der Hedgefonds
Kurz zum Inhalt: Hedgefonds sind in aller Munde - in sie investieren mittlerweile nicht nur institutionelle Anleger, sondern auch immer mehr Privatanleger. Dennoch ist die Funktionsweise von Hedgefonds, die Chancen und Risiken eines Investments in sie, den meisten Privatanlegern unbekannt. Dr. Rüdiger Götte führt den Leser in seinem neuesten Buch Schritt für Schritt in die Geheimnisse der Hedgefonds ein und vermittelt so die Grundlagen dieses Anlageinstruments. Seine Studie befasst sich ausführlich mit dem Risiko, das eine Anlage in Hedgefonds mit sich bringt, aber auch mit der Rendite, die der Investor erzielen kann. Darüberhinaus erläutert der Autor die Investmentstrategien von Hedgefonds und Hedgefondsprodukten. Außerdem wirft er einem Blick darauf, wie sich die Hedgefonds im Portfoliokontext mit Aktien und Anleihen verhalten. Hier räumt er mit vielen Vorurteilen auf. Praxisnah zeigt Dr. Rüdiger Götte auf, wie Privatanleger selbst Investmentstrategien von Hedgefonds umsetzen können. Kurz gesagt: Dieses Buch bieten allen Interessierten einen gut lesbaren, tiefgehenden theoretischen, aber zugleich auch praxisorientierten Einstieg in die bunte Welt der Hedgefonds. Zum Autor: Dr. Rüdiger Götte, Jahrgang 1960, promovierte an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg. Er ist Autor mehrerer erfolgreicher Büche zum Thema Börse und Wirtschaft. Eigene Meinung zum Buch: Endlich mal ein Sachbuch, das leicht und verständlich lesen lässt. Selten hat mich die Lektüre eines Sachbuchs so gefesselt wie bei diesem Werk. Dies liegt natürlich auch daran, dass Hedgefonds zur Zeit mehr oder weniger stark in der Presse vertreten sind. Ich habe mir dieses Buch gekauft, um zu wissen, was eigentlich Hedgefonds sind. Tasächlich wurde ich als Laie beim Durchlesen dieses Buches nichtüberfordert. Dies liegt daran, dass das Werk sich durch einem übersichtlichen Aufbau auszeichnet, der dem Leser direkt an die gewünschten Informationen führt. Auch die vielen Abbildungen und Beispiele tragen zur guten Lesbarkeit bei. Allerdings gibt der Autor Rüdiger Götte in seinem Buch keine konkreten Anlagetipps zu Hedgefonds, sondern beschreibt nur alle möglichen Formen der Anlage in Hedgefonds. Was ich sehr schade fand. Es währe doch nützlich, wenn dort stände: Hedgefonds des Anbieters A ist besser als der Hedgefonds des Anbieter B. Vielmehr fordert der Autor auf, mit dem Wissen selber auf die Suche nach den passenden Produkt und Anbieter zu gehen. ZUdem fand ich gut, dass er vor zuviel Eurphorie und Panik bei Hedgefonds warnt. Er empfiehlt sie vielmehr als Möglichkeit der Geldanlage zu sehen und nicht mehr. Ein bisschen störend fand ich, dass einige (2)Fußnoten über mehrere Seiten gehen. Hierdurch wird durch die Lesbarkeit sehr beeinträchtigt. Insgesamt gesehen würde ich dieses Buch als empfehlenswert ansehen, vor allen wegen des gut geschriebenen Textes. Abzüge würde ich in der B-Note machen, für das etwas schlechte Layout des Textes.
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Marc Quimper (m.quimper@gmx.de) aus Hamburg empfiehlt:
Michael Bauer - RUNNERSPOINT oder Von Null auf Fünfzig
Zwischen all den Beziehungskisten Romanen von N. Hornby, von Kürthy oder Tommy Jaud (Vollidiot) ist das Buch ein wirklicher Lichtblick. Es ist witzig und nett zum lesen. Und wenn einem die Story gar nicht gefällt, kann man es immer noch als Marathontrainigsplan benutzen. Auf der Homepage kann man das erste Kapitel lesen und downloaden: michael-bauer-bod.de
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Anita Schmidt (schmidanita@web.de) aus Ulm empfiehlt:
Florian L. Arnold - Wie man alte Herren kocht
Seine Geschichten den Lesern, auf besonders skurrile und groteske Weise, einen Spiegel vorhalten und dabei wunderbar heiter alltägliche Erfolge und Misserfolge der Menschen vor Augen führen.
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Achim Wolf aus Mannheim (achiwo@gmx.net) empfiehlt:
Eduard Albert Meier - Mensch der Erde, ich wünsche dir...
Ein Buch voller Lebensweisheit, Einfühlungsvermögen und Wissen um die Gesetze des Lebens und das Wesen des Menschen. Es spiegeln sich in wunderbaren Worten die Erfahrungen und Ratgebungen aus dem außergewöhnlichen, teilweise abenteuerlichen Leben des Autors wieder. Die in Wunschform gekleideten tiefen Weisheiten mögen einfach erscheinen, bergen aber ein Kleinod an menschlicher Güte, Liebe für die Mitmenschen und großen Respekt sowie Ehrfurcht vor der gesamten Schöpfung in sich. Es ist für jeden Menschen, egal ob er einer Religion oder Glaubensrichtung angehören mag oder nicht, ein lesenswertes Juwel, das ihm praktische Hilfe für den Alltag gibt, ihn in einen Mantel aus Geborgenheit hüllt und ihm die Möglichkeiten aufzeigt, ein Stück weiser durchs Leben zu gehen und es selbständig, stark und umsichtig zu gestalten.
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Elke Henze aus Göttingen empfiehlt:
Lolly Winston - Himmelblau und Rabenschwarz
Sophie ist eine liebenswerte Witwe, die sämtliche Stationen der Trauerarbeit auf sehr spezielle Weise durchlebt. Der Leser wird zu einer Reise abgeholt, die zwar den Tod als Begleiter hat, aber keinesfalls schwermütig ist. Die Autorin beschreibt mit Hingabe die einzelnen Lebenslagen von Sophie. Es gelingt ihr immer wieder den Leser zu Schmunzlern zu verleiten, um ihn gleichzeitig zum Nachdenken zu animieren. Ein flott geschriebener Roman, der viel Platz für emotionale Achterbahnfahrten lässt.
Martin Hamann (webmaster@martin-hamann.de) empfiehlt:
Martin Hamann - Landespolizeischule. Der Enthüllungsbericht
Ich empfehle das Buch " Landespolizeischule-der Enthüllungsbericht" mit der ISBN: 393969102X, weil es sehr viele Informationen für zukünftige Bewerber an Polizeischulen parat hält. Es beschreibt ausführlich u.a. das Bewerbungsverfahren mit Eignungstests, die Ernennung zum Polizeianwärter, die Ausbildung, interne Machenschaften an einer Polizeischule, die Kündigung des Autors, das Gerichtsverfahren mit Auszügen des Verwaltungsgerichtes und weitere Berichte über verschiedene Polizeibehörden Deutschlands. Es dürfte sehr interessant für zukünftige Bewerber an einer Polizeischule sein, da es auch aufzeigt, welche Fehler man unbedingt vermeiden muss. Auch könnte das Buch für Politiker interessant sein, da die internen Strukturen an Polizeischulen anscheinend alles andere als transparent sind. Hier muss noch einiges getan werden, sonst wird der Ruf der Polizei immer schlechter. Das Buch "Landespolizeischule-der Enthüllungsbericht" ist als Erlebnsibericht und Ratgeber konzipiert. Es möchte die Leser möglichst nahe an die passierten Ereignisse bringen und dabei möglichst viele Informationen verbreiten. Der Autor hat eine Website zum Buch "Landespolizeischule-der Enthüllungsbericht" errichtet. Man gelangt zu ihr über diese URL: http://www.martin-hamann.de. Die Website bietet zum Beispiel Einblick ins Inhaltsverzeichnis, Leseproben und gibt allgemeine Informationen zum Buch preis. Ferner gelangt man über die URL: http://www.forum.martin-hamann.de zu dem Forum zum Buch. Hier stellt der Autor viele interessante Berichte zur Verfügung. Ehemalige Anwärter schildern ihre Erlebnissse, als sie kündigten und man kann die Verkaufstatistik des Buches dort erblicken.
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George Hartshorn (oliver_neumann11@yahoo.de) empfiehlt:
Rüdiger Götte - Finanzgenie oder Bankrotteur - wie psychische Effekte an der Börse wirken. Das 1x1 der Behavioral Finance
Ja, die liebe Psyche macht uns Anlegern doch mehr Probleme, als man zugeben möchte. Sie greift häufig in Entscheidungen ein, ohne dass man es als Anleger wahrnimmt. Weshalb ist es sonst so schwer Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen? Ja, die Psyche trennt sozusagen die Spreu vom Weizen an der Börse. Sie entscheidet darüber, ob man als Anleger ein Finanzgenie oder Bankrotteur wird. Deswegen erläutert Dr. Götte in diesem Buch alle psychologischen Facetten des Spekulierens. Wohltuend dabei ist, dass er die psychischen Effekte nicht abstrakt, sondern anhand von vielen Beispielen aus dem täglichen Leben eines Anlegers bzw. Menschen erklärt. Zudem zeigt er auch auf, wie man diese Fehler vermeidet. Aus diesem Grund sollte dieses Buch eine Art Pflichtlektüre für einen Börsianer werden.
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Elke Henze aus Göttingen empfiehlt:
Dan Brown - Sakrileg
....schon oft rezensiert und besprochen. Nach Illuminati und der Verfilmung des "Da Vinci Codes" möchte ich allen, die dieses Buch wider Erwarten noch nicht gelesen haben, meine unbedingte Empfehlung ans Herz legen und versuche dies im Folgenden in Worte zu fassen: Bereits beim Lesen der ersten Zeilen und Seiten war mir klar, Ziel erreicht, Sakrileg ist Illuminati ebenbürtig. Dieses Buch legst du nicht eher aus der Hand, bis du es durchgelesen hast. Gesagt und (fast) getan. Gefesselt von der Erzählkunst, dem Thema - es geht in erster Linie um den geheimnisvollen "Sangreal" -, den Charakteren und den rasanten Ereignissen sowie deren excellente Ablaufwechsel war ich fasziniert, wie das zu schaffen war. Dan Brown ist ein Meister darin, Sachverhalte/Theorien darzulegen und den Leser zu fordern, zu verknüpfen und an genau der richtigen Stelle im Buch wieder aufleben zu lassen. Ich bin ein absoluter Fan von diesem Buch und bitte um Verständnis, dass ich etwaigen weiteren Lesern nichts vom Inhalt preisgebe. Lesen Sie es!
Reinhard Janssen (r.janssen@janssen-reinhard.de) empfiehlt:
Reinhard Janssen - Der Wolfsritter
Das ostfränkische Reich im Jahre 872: Zu jener Zeit geschieht es, dass die Lehnsburg des Grafen Bertram von Brahmberg von den Kriegshorden des Fürsten Bruno von Rabenstein und Eisenbach überfallen und verwüstet wird. Dem grausamen Gemetzel an der gräflichen Familie entkommt nur Wolfram, der vierzehnjährige Sohn des Grafen mit seinem Wolfshündin Liesa und seiner Stute Mana. Nach einer längeren Odyssee nimmt sich der Benediktinerpater Antonius seiner an. Dieser, selbst ein ehemaliger Ritter, formt den Jungen geistig und körperlich für das Leben eines Edelmannes und Ritters. Nach Abschluss seiner Ausbildung tritt Wolfram in den Dienst des ostfränkischen Königs Heinrich, der das Frankenreich gegen die Überfälle der Wikinger verteidigt.
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J. Boguslawski (j.boguslawski@freenet.de) empfiehlt:
Birgit Vanderbeke - Das Muschelessen
Ein Buch, das man automatisch an einem Stück liest und dies nicht nur der Orthographie wegen, sondern auch des Inhalts, der sich neben der knapp erzählten Handlung auf die Gedanken der Tochter fokussiert und somit durch Rückblicke in die Vergangenheit dem Leser das sonderbare Bild des Vaters, des sogenannten "Patriarchen" vermittelt. Psychologisch raffiniert gestaltet, auf jeden Fall empfehlenswert zu lesen.
Weitere Meinungen zu diesem Buch:
Irena (flieder89@arcor.de):
Sehr spannend und zugleich einfühlsam geschrieben; bietet einen guten Einblick in das gekünstelte Familienleben und regt zum Nachdenken an.
Jana Linnik (Niemand-@gmx.de):
Welch Überraschung dass unsere Lehrerin uns dieses Buch in der Oberstufe aufgehalst hat... (bezieht sich auf die Rezension davor) Es ist interessant ein Buch in diesem Schreibstil zu lesen, denn es ist auf seine Weise sehr Ausdrucksstark und vermittelt sehr gut die Atmosphäre, in der die Handlung spielt. Doch manchmal geht es wirklich auf die Nerven, was meiner Meinung nach auch Absicht der Autorin ist. Doch heutzutage ist es nicht mehr so aktuell und in unserer Klasse wurde es auch als veraltete 68-er Literatuer bezeichnet. Momentan prägen andere Probleme die heutige Gesellschaft, zum Beispiel, dass es immer weniger Familien gibt. Ich halte das Buch für keine Priorität, doch es bietet eine gute Grundlage für Diskussionen und ist als leichtlesbare Kost recht amüsant.
Claudia Wüllmer (clauwuell@yahoo.de) aus Kassel empfiehlt:
Roland Repp - Der neugeborene Stern
Ein Buch der Hoffnung
Kurzbeschreibung: Ein kleiner Stern ist geboren und verschläft die Versammlung in der großen Wolkenhöhle, in der alle jungen Sterne ihre Plätze am Himmel gezeigt bekommen. Also muss er sich selbst auf die Suche machen und reist dafür um die halbe Welt. Da er die Welt noch nicht kennt und sie für ihn fremd ist, erlebt er natürlich einige Überraschungen mit für ihn fremdartigen Wesen. Er lernt aber auch viele neue Freunde kennen. Lesermeinung: Bis zum Schluss beschreibt der Autor auf einfache und anrührende Weise den Weg des kleinen Sterns und legt dem Leser (oder auch Zuhörer) den Umgang mit Unbekanntem und miteinander nahe, ohne dabei Regeln oder Richtlinien aufzustellen. Da dieses schöne Märchen in zehn abgeschlossene Kapitel gegliedert und liebevoll bebildert ist, kommt keine Langeweile durch endlose, langatmige Sequenzen auf, was den Leser oft ermüden lässt und besonders die kleinen Zuhörer nicht selten überfordert. Vielmehr versteht es der Autor geschickt, die Neugier auf das jeweils nächste Abenteuer zu wecken, ohne dabei den Zusammenhang aus den Augen zu verlieren. Mit diesem Buch ist es dem Autor fern von jeglicher Gewalt gelungen, nicht nur Kinder zum Nachdenken anzuregen und Ängste und Erfahrungen, die ihnen im täglichen Leben widerfahren, umzusetzen und verarbeiten zu lassen. Daher ist es besonders als Gutenacht-Geschichte, wie es der Autor bezeichnet, geeignet. Ein Märchen das die Hoffnung nicht sterben lässt, so wie es eingangs das kleine Gedicht beschreibt: "Manchmal suchst Du voller Zuversicht, Doch find'st nicht gleich Dein Ziel. Dann such weiter und verzage nicht, Sonst verlierst Du viel! Such nicht nur hier, sieh auch die Ferne - Und ist verschlossen mal des Glückes Tür, So sieh im Himmel hell die Sterne, Denn einer davon leuchtet Dir." © Roland Repp Für Kinder ab 4 Jahre zum Lesen und Vorlesen lassen
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Hugh Pilaster (hugh_pilaster1@yahoo.de) empfiehlt:
Götte, Rüdiger - Das 1x1 des Portfoliomanagementes
Das Buch hat 233 Seiten, 30 Abbildungen und 37 Tabellen. Anhand der Geschichte der Brüder Dumm und Clever erläutert Dr. Götte das Wesen des Portfoliomanagementes und der Asset Alllocation. Dabei versucht der Bruder Dumm sein Glück an der Börse, indem er einfach jeden sich ihm bietenden Börsentipp folgt. Dagegen lässt sich Clever beraten. Im Rahmen dieses Beratungsgespräches erfährt Clever alles über das Portfoliomanagement und Asset Alllocation von den Grundlagen bis hin zur Umsetzung. Zum Abschluss erläutert der Autor, wie sich die Geldanlagen der Brüder Dumm und Clever entwickelt haben. So kann man sich selbst überzeugen, wie sinnvoll das das Portfoliomanagement und Asset Alllocation ist. Ich finde dieses Buch sehr gelungen, weil es auf Humorvollerweise und nicht im Fachchinesisch in die Materie Portfoliomanagement und Asset Alllocation einführt.
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Robert aus Mainz empfiehlt:
Timothy McNeal - MilleniumMonster
Gerade erschienen, bereits im TV besprochen und z.Zt. "Buch der Woche" auf www.lyrikecke.de! Die Jagd nach dem Geheimnis der Zeit geht weiter : Drei Paare in Rheinhessen kommen einem geheimnis- vollen Poeten auf die Spur, der ihnen seltsam vertraut vorkommt. Er ist die zentrale Figur eines Weltraumprojekts, hinter dessen Ergebnissen Geheimdienste und Forscherteams weltweit her sind. Ohne Geballer oder Monstrositätenschau - Sci Fi vom Feinsten, mitten aus dem Weinparadies Rheinhessen, spannende, clevere Unterhaltung im besten Sinne des Wortes!
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Monika Aufschnaiter (monikauf@gmx.de) empfiehlt:
Eve Rudschies - Die Königin von Jerusalem
Liebe und Leidenschaft, Machtkämpfe, Gewissenskonflikte und Intrigen: Die wahre Geschichte der Prinzessin Melisendis hat alles, was eine klassische »Soap« braucht, um eine breite Masse zu fesseln. Zum Glück gibt die Autorin Eve Rudschies sich aber nicht damit zufrieden – fernab von billiger historischer Schwarzweiß-Malerei entführt sie den Leser in eine ebenso magische wie gnadenlose Epoche, in der Frauen in erster Linie Gebärmaschinen waren. Auf packende Weise schildert Rudschies, wie ihre Heldin es mit ihrem Schicksal aufnimmt, sich mit List und Wortgewalt in einer Männerwelt behauptet und beinahe verzweifelt, als sie zwischen Verpflichtung und Leidenschaft wählen muss – dies alles vor einer atemberaubenden Kulisse: Man meint, den betörenden Duft von Jaffas Gärten zu riechen, schwitzt im Gedränge von Märkten, spürt den muffig-kühlen Hauch unterirdischer Gänge und staunt über das bunte Treiben exotischer Tiere. Wenn man diesen Roman schließlich aus der Hand legt, bleibt das Gefühl, eine unvergessliche Reise gemacht zu haben. Einziger Wunsch an die Autorin: eine ebenso gehaltvolle Fortsetzung!
Rosanna Garcia (rosanna_et_julios@hotmail.com) empfiehlt:
Adelheid van de Bourg - Liebe, Frust und Leidenschaft. Eine Internetliebe
Ich möchte ihnen ein Buch von einer unbekannten Autorin vorstellen, das es lohnt zu lesen. Ein Buch das dem Zeitgeist entspricht und mit viel Gefühl geschrieben wurde, mit einem philofofischen Hintergrund. Schmunzeln und Nachdenken ist erlaubt. Manche werden sich in dem Buch auch wieder erkennen, durch die Geschichte, die jedem passieren kann oder schon ist. Nach einem schweren Autounfall hat Hanna, eine reife Frau von 59 Jahren, sich entschlossen einen PC zu kaufen., weil ihr die Ärzte mitteilten, eine Therapie würde sich, für sie, nicht lohnen. So begann Hanna ihr Hirn, mittels PC, zu trainieren. Sie begann zu chatten. Im Chat traf sie auf den, als Herzensbrecher verschrienen Klabautermann, Jonas. Die Geschichte nahm ihren Verlauf .... Eine Liebesgeschichte voller Irrungen und Wirrungen begann ..... Freundschaften entstanden , aber auch vor Intrigen und Verletzungen blieb Hanna nicht verschont.
- Ein Buch das man jeden empfehlen kann, besonders Frauen und Mädchen, die zu chatten beginnen, aber auch solchen die sich mit dem Medium Chat nicht auskennen oder schon Erfahrungen damit haben. Sollte es Pflichtlektüre sein. !!!
Liebe, Frust und Leidenschaft ist ein Buch, das auch zum Nachdenken anregt und keinesfalls oberflächlich geschrieben ist. Die Autorin hinterfragt auch, warum manches so ist wie es ist.
Ein Reisebericht, durch Rumänien und Gedichte, die zur Geschichte gehören, fügen sich gekonnt in dien Geschichte ein, ohne je den Bezug zu den Hauptpersonen, der Geschichte, zu verlieren. Eine Roman - Geschichte voller Spannung, die flüssig geschrieben ist und neugierig macht beim Lesen, ohne je Langeweile aufkommen zu lassen. Eine moderne Zeitgeschichte mit vielen Dialogen, die, die erotische Spannung zwischen Hanna und Jonas, gut erkennen lässt..
Jeder Leser hat somit die Möglichkeit, seine eigenen Fantasien spielen zulassen.
Ein Buch, das für den Leser immer wieder neue Überraschungen birgt.
Das Buch wurde unterteilt in 24 Kapitel und hat 260 gut lesebare Seiten. Schriftgr. 14
Kapitel : Wie alles begann – Geischtli und der Klabautermann – Hanna wird bedrängt – Das erste Telefonat – Gedichte – Die Reise nach Rumänien - Das erste Treffen – Der Rückzieher – Hannas Plan – Das zweite Chattreffen – Eine Liebes Geschichte – Der Anruf – Jonas bekommt Gedichte-Post – Karussell der Gefühle – Schock nach der Rückkehr von Jonas – Die erste Zeit ohne Jonas – Jonas ist wieder da – Eine unerwartete Nachricht - Eine Geschichte für Paul – Hannas Geburtstag – Bittere Erfahrung im Chat – Flucht ins Tessin – Jonas besucht Hanna
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Sören Titze (Soeren.Titze@bwb.de) empfiehlt:
Donna W. Cross - Die Päpstin
Ich kann jeden ernsthaften Leser nur vor dem Hörbuch warnen. Da Ich leider das Buch (noch) nicht gelesen habe, kann ich auch darüber keine Rezension verfassen aber das Hörbuch ist eine Katastrophe. Wenn es auch nur annähernd auf dem Roman basieren sollte, dann sollte man wohl auch davon die Finger lassen. Die Story erscheint so gut konstruiert und glaubwürdig wie eine Gute-Nacht-Geschichte, die sich eine Mutter spontan auf der Bettkante ihrer Tochter ausdenkt. Eine Mutter, die zu einem stark christlich eingestellt ist, kaum historischen Sachverstand beweist und stark feministisch eingestellt ist. Was auch immer einen Menschen bewegen könnte dieses Hörbuch zu kaufen, er wird diese Investition schnell bereuen.
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